Andreas M. Kaufmann / Hans Ullrich Reck (Medienwissenschaftler) |

„Ich kann, weil ich will, was ich muss.“

Andreas M. Kaufmann

Kaufmann + Reck verdichten die komplexen Zusammenhänge, in die das Themenfeld „Energie“ eingebettet ist, in Gestalt eines scheinbar im Baldeneysee auf Grund gelaufenen U-Boots. Sie holen damit bildhaft die exportierten Kriege und das Konfliktpotential um Energieressourcen nach Europa zurück, und zwar an einen Ort, der historisch eng mit dem hohen Energiebedarf als Grundlage für unseren Lebensstandard zusammenhängt.
Sichtbar ist nur der Aussichtsturm eines U-Boots, aus dessen Außenwänden der Schriftzug „Ich kann, weil ich will, was ich muss.“ herausgeschnitten wird. Die so entstehenden ‚Fenster‘ werden anschließend wieder durch sorgfältig ausgewählte Bildereignisse in Form von Diapositivmaterial verschlossen, wie es uns in seiner Wirkungsweise aus gotischen Kirchen vertraut ist. Dabei sorgt das Sonnenlicht, welches tagsüber die Bildwelten im Inneren sichtbar macht, als gespeicherte Energie bei Nacht für Sichtbarkeit nach außen. In den buchstabenförmig platzierten Bildwelten spiegelt sich die Bandbreite des natürlichen und zivilen Lebens wieder mit allen dazugehörigen Höhen und Niederungen der Gegenwart und der Geschichte, denn jede Bewegung und damit das Leben selbst, verdankt sich energetischen Prozessen. Der Innenraum ist für kleine Gruppen begehbar. (Siehe auch H.U. Reck: „Zwischenfazit und Ausblick – Kooperation Kunst und Wissenschaft…“).

Andreas M. Kaufmann

  • geboren 1961 in Zürich
  • lebt und arbeitet in Barcelona und Köln
  • Studium Akademie Münster bei Timm Ulrichs und Paul Isenrath
  • Abschluss als Meisterschüler und seit 1992 freier Bildender Künstler
  • Ausstellungen (Auswahl): Bunkier Sztuki Kraków, Museum of Modern Art Saitama Urawa, Sagacho Exhibit Space Tokyo, Apex Art New York, Wilhelm Lehmbruck Museum Duisburg, Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig, VI. Architektur Biennale, Venedig.

Hans Ulrich Reck

  • geboren 1953 in Schönenwerd (CH)
  • studierte Philosophie, Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft an der Universität Tübingen (Ernst Bloch, Helmut Fahrenbach, Konrad Hoffmann und Wilfried Barner) und Kommunikationsdesign an der Universität Wuppertal 
  • 1989 Promotion, Philosophie
  • 1991 Habilitation für ‚Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft‘
  • Seit 1995 Professor für Kunstgeschichte im medialen Kontext an der Kunsthochschule für Medien Köln. Arbeitsschwerpunkte: Kunst und Kunsttheorie, Kulturtheorie, Medientheorien, Methodologien der Ästhetik.

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