Norbert Francis Attard | | MARKING TIME |
Norbert Francis Attard, ein international renommierter Architekt und Künstler mit Wohnsitz auf Malta und in Berlin, Biennale-Teilnehmer von Venedig und Alexandria, entwarf eine packende Allegorie auf die Vergänglichkeit, die Zyklen von Wachsen und Verfall . „MARKING TIME" ist ein provozierender Kunstbeitrag zum brandaktuellen Thema des Umgangs mit den natürlichen Ressourcen unserer Erde: Ein schwimmender Teppich aus 30.000 Äpfeln wird vor unseren Augen im Laufe von sechs Monaten zur Nahrung der Wasserfauna, der Vögel und Fische.
Norbert Francis Attard, ein international renommierter Architekt und Künstler mit Wohnsitz auf Malta und in Berlin, Biennale-Teilnehmer von Venedig und Alexandria, entwarf eine packende Allegorie auf die Vergänglichkeit, die Zyklen von Wachsen und Verfall . „MARKING TIME" ist ein provozierender Kunstbeitrag zum brandaktuellen Thema des Umgangs mit den natürlichen Ressourcen unserer Erde: Ein schwimmender Teppich aus 12.000 Äpfeln wird vor unseren Augen im Laufe von sechs Monaten zur Nahrung der Wasserfauna, der Vögel und Fische. Er integriert dabei christliche bzw. alt-testamentarische Bezüge und setzt diese in Dialog mit anderen universellen Symbolen. Die Verwendung von Äpfeln, die auf dem Wasser eines Sees schwimmen, bezieht sich auf Bilder sowohl der (Ur-)Erbsünde und der Taufe/Erlösung. Dabei zitiert er die Verantwortung als „Hüterin der Erde", die der Menschheit nach dem Essen vom Baum der Erkenntnis zugefallen ist. Der „Teppich aus schwimmenden Äpfeln" ist insofern eine Metapher auf das fragile Ökosystem der Erde.
Das Werk markiert ZEIT, indem es während der Dauer des Ruhr-Atoll-Projektes einen Prozess des Verfallens und des Sich-Auflösens des pflanzlichen Materials von der Frucht zur Biomasse verdeutlicht und fasst. Darüber hinaus assoziiert der englische Titel „MARKING TIME" den Zustand des Gezeichnet-Seins („marked") − im Sinne von „gezeichnet" durch Krankheit, Erschöpfung, Siechtum oder vom baldigen Tode.
In dieser zweiten Bedeutung lenkt Assard den Augenmerk darauf, dass die Menschheit der Welt „ihren Stempel aufdrückt" (d.h. sie markiert!) − in früheren Zeiten unbewusst, jedoch inzwischen im vollen Wissen darum, welchen zerstörerischen und letztlich tödlichen Effekt dies auf unsere Zukunft und unser Überleben haben wird. Wir haben kollektiv die letztendliche Erbsünde begangen, indem wir der uns auferlegten Hüterrolle über die Erde nicht gerecht geworden sind. Insofern sind wir selbst - durch unser eigenes Tun - zu „Gezeichneten" geworden.

