Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen

Unser Glossar der FAQ kann durch Ihre Fragen dynamisch besser und umfassender werden. Schreiben Sie uns: faq@ruhr-atoll.de

 

Seit wann gibt es das Projekt Ruhr-Atoll?

Das Ruhr-Atoll geht auf eine Idee des Künstlers Norbert Bauer aus Jahr 2003 zurück. Seit Beginn der Überlegungen einer Kulturhauptstadt Europas im Ruhrgebiet hat es den Bewerbungs- und Entwicklungsprozess begleitet – ursprünglich unter dem Namen „Folkwang-Atoll“, später in Korrespondenz zu den ebenfall im Jahr 2010 in Görlitz geplanten „Neiße-Brücken“ als „Ruhr-Atoll“.

Wie viele Inseln umfasst das Atoll?

Zwanzig international tätige und bekannte Künstler haben Konzepte, Ideen und Modelle für das Atoll entwickelt. Sie alle sind Teil des Werks und werden im Jahr 2010 der Öffentlichkeit zugänglich sein. Aus technischen, logistischen, finanziellen und auch kuratorischen Gründen sind acht Inseln und ein Seezeichen zur konkreten baulichen Umsetzung weiterentwickelt worden. Durch die Förderung der RWE AG sind derzeit fünf Inseln finanziell gesichert. Durch das Engagement und die Mithilfe von Partnern wie dem „Essener Konsens“ sind wir allerdings zuversichtlich, bald die fünfte und sechste Insel „verkünden“ zu können und dass im Sommer 2010 alle acht Inseln auf der Ruhr und dem Baldeneysee schwimmen werden.

Welche Insel wird als erste gebaut?

Das aus zwei Inseln bestehende Ensemble „Frosch und Teemeister“ von Kazuo Katase und Michael Wilkens entsteht in der Ruhr-Atoll-Halle durch die Mitarbeit der gemeinnützigen „Arbeit und Bildung Essen“ als Teil des „Essener Konsens“.

Wie viele Männer bauen an einer Insel wie dem Teehaus von Kazuo Katase?

je nach Arbeitsaufwand und Gewerk (Schlosser, Zimmermann etc.) sechs bis insgesamt zwanzig.

Wie lange wird die Insel gebaut?

ca. sechs Wochen mit wechselnder Intensität (Nicht alle sind immer und zugleich anwesend)

Wo wird eine Insel des Ruhr-Atolls gelagert, wenn sie fertig gebaut ist?

Demontiert wird sie bei uns in der Halle gelagert. Im Herbst 2009 (oder erst im Frühjahr 2010) wird sie auf Schwimmkörper vormontiert und dann im Hafen der Weissen Flotte Essen und des Ruhrverbandes am Baldeneysee/Haus Scheppen "geparkt".

Sind Künstler und Architekt immer wieder vor Ort, um den Bau zu kontrollieren?

Es ist ein enger Kontakt mit den Künstlern geknüpft, was nicht heißt, dass sie ständig hier präsent sein werden. Aber wir sind wie in einer Dom-Bauhütte in ständiger Kommunikation mit den Künstlern. So hält zum Beispiel unser (muttersprachlich) russisch sprechender Bühnenbildner Andrey von Schlippe ständigen Kontakt mit Ilya Kabakov beim Fortschritt von dessen Insel "Project for the Preservation of Natural Ressources". Er fliegt mehrfach in die USA, um sich mit Kabakov im Detail über den Fortgang des Projektes zu besprechen. Daran ist uns sehr gelegen, weil es letztlich auch um die Werktreue und die Authentizität in der Umsetzung geht. Der Künstler hat demzufolge in jeder Phase Zugriff und Eingriff in sein Werk, auch wenn er - wie im Fall von Katases Teehaus - nicht jeden Baumstamm persönlich aufrichtet und von seiner Rinde befreit.

Ich habe den Titel "Frosch und Teemeister" nicht verstanden! Können Sie mir erklären, was die Arbeit bedeutet?

Der Titel erklärt sich aus der Biografie und der Tradition der beiden Autoren Kazuo Katase und Michael Wilkens. Katase, der sich als internationaler anerkannter Konzept-Künstler und als Bildhauer aus der Tradition seiner japanischen Herkunft begreift, hat schon immer vom Werk in Form eines Teehauses geträumt, in dem er einerseits Alltäglichkeit und Zeremoniell des Tee-Bereitens im Sinne des japanischen zen-haften Verständnisses des Hier-und-Jetzt thematisieren kann. - Bekanntlich ist es eine Errungenschaft japanischer Kultur, aus vielen menschlichen Fertigkeiten und Verrichtungen vom Blumenstecken bis zum Bondage, der kunstvollen Fesselung des Shibari, "Kunst" zu generieren − folglich auch aus der Tee-Zeremonie.

Das Konzept und das Verdienst des Architektur-Professors Michael Wilkens wiederum besteht darin, die Welt nicht allein aus der Perspektive des (stadtplanenden, Auto fahrenden) Menschen zu sehen. Er hat sich als Gründer der Stadtbau-Initiative "Baufrösche" die (Frosch-)Perspektive der von Stadtbau und Architektur betroffenen Wesen außerhalb der Spezies Mensch zueigen gemacht.

Seine These, die auch im besagten Werk zum Tragen kommt, besagt im Kern, dass sich die elementaren Bedürfnisse wie das Wohnen und auch die Generierung von Nahrungsmitteln in einem engen räumlichen Zusammenhang mit dem Einzelnen befinden sollten (= räumliche Nähe von Wohnung und Gemüsegarten). Insofern stellt ein ruhrgebiets-typischer Schrebergarten ein global gültiges Beispiel dar und bekräftigt zugleich die Forderung nach selbst-reproduktionsfähigen Systemen.

Wenn man es richtig begreift, bewirkt das Zusammenfügen von "Schrebergarten" (Froschperspektive und Überlebenskunst) und "Teemeister" (in der Einfachheit zeremoniell höchstentwickelte Kunst) den Schlüssel zum Verständnis zum Kern des Kulturhauptstadt-Begriffs RUHR.2010 im Idealfall dar. Hierfür steht auch das Grundverständnis des Projekts Ruhr-Atoll.

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04.08.2010

Kammerkonzert in der Ruhr-Atoll-Kunsthalle Freitag 06.08.2010

Siegmund und Gisbert Watty aus Norwegen: Zwei Brüder in ungewöhnlicher Formation[mehr]

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Einen textlich wie fotografisch meisterlichen und stetig aktiven Blog (http://www.energiekulturruhr.de/rwe/de/Blog/category/ruhrAtoll/index.html) zur Entwicklung und zum Bau des Ruhr-Atolls finden Sie auf der Website ...[mehr]

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Auf der Werft beim U-Boot-Bau

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Auftakt

In einer ersten großen Auftaktveranstaltung im Essener Schloss Borbeck präsentierte jetzt der Hauptsponsor RWE seine Aktivitäten für Essen und das Ruhrgebiet im kommenden Jahr.[mehr]

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