Willkommen auf der Internetpräsenz des Projekts Ruhr-Atoll 2010! |
Vom 12. Mai 2010 bis Ende September wird eine Kunst-Installation auf dem Baldeneysee und der Ruhr einen besonderen Akzent im Sommer der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 setzen. Sechs bis zu 300 m2 große Inseln werden vom Stauwehr des Ruhrverbandes und vom Ufer aus als ein zusammenhängendes Landschaftsbild zu sehen sein.
Drei von ihnen sind für kleine Besuchergruppen von jeweils vier bzw. acht Personen begehbar. Um die Objekte aus der Nähe zu erschließen, werden sich die Kunstbesucher im Rahmen eines Bootsparcours den Zugang zu den Inseln unter Einsatz eigener Energie erarbeiten und so aktiv Teil des Projektes werden. Eine Reservierung der Boote ist wegen der begrenzten Zugänglichkeit der Inseln unbedingt empfohlen!
Informationen zu Öffnungszeiten und Ticketpreise finden Sie hier: Service / Tickets
Anfahrtbeschreibungen und Parkmöglichkeiten finden Sie hier: Service / Wegbeschreibung / ÖPNV
Für Fragen zum Bootsparcours, Verkehrskonzept, Öffnungszeiten und Reservierungen unserer Boote nutzen Sie bitte die Buchungs-Hotline der RUHR.2010 unter der Nummer 01805 – 45 2010 (14.ct./min. aus dem deutschen Festnetz).
Alle Ihre Fragen zu Sonderführungen, Gruppen-Arrangements, Buchungen der Ruhr-Atoll-Halle für Events und Catering beantwortet Ihnen visitor@ruhr-atoll.de
Das Kunstereignis auf dem Wasser
Jede der Inseln auf dem See und der Ruhr greift auf ihre Weise die Themenfelder Kunst− Wissenschaft / Energie − Ökologie auf:
Als kontemplatives Bild behandelt das Teehaus („Frosch und Teemeister“) von Kazuo Katase und Michael Wilkens die Grundbedürfnisse des Menschen: Fester Boden unter den Füßen, ein Dach über dem Kopf, Wasser, Nahrung.
Politisch-medial wechselt das U-Boot „Ich kann, weil ich will, was ich muss“ von Andreas M. Kaufmann und Hans-Ulrich Reck zwischen den Wahrnehmungsebenen: Von außen eine Kriegswaffe, von innen fast eine Kapelle mit Kirchenfenstern aus Hunderten von CNN-Nachrichtenbildern.
Einen naturwissenschaftlichen und dabei sinnlich-fühlbaren Akzent setzt der „ICEBERG“ des Künstlers Andreas Kaiser und des Polarforschers Lars Kindermann, der uns in die optische und akustische Wahrnehmung in eine Forschungsstation in den Südpolar entführt.
Kraftvoll-konturiert, und dennoch mit einer Anmutung von kippelnder Instabilität umschließt der Rettungsring „LOCAL | GLOBAL“ der Künstlerin C.U. Frank eine natürliche Schwemmlandinsel auf der Ruhr − Symbol für die Fragilität der Systeme.
Als schwimmender Teppich aus roten und grünen Äpfeln wird die Installation „MARKING TIME“ von Norbert Francis Attard zum Nachdenken provozieren − nicht nur über die vermeintlich weit zurück liegende Ursünde sondern um den allgegenwätigen Frevel an der Natur.
Ironisch-hintersinnig hält das tropfende, quietschende klappernde „Projekt zur Rettung der natürlichen Ressourcen“ von Ilya und Emilia Kabakov allem technischen Ehrgeiz und menschlichem Streben den Spiegel vor: Ein rostiges mechanisches Monstrum pumpt Wasser aus dem See von hier nach dort...
Ausstellung und Werdegang des Projekts
Der Konzept-Künstler Norbert Bauer hat sieben Jahre für die Verwirklichung seiner Idee des Ruhr-Atolls gekämpft und gearbeitet. Teams aus Künstlern, Wissenschaftlern, Ingenieuren und Technikern haben ihre Beiträge geleistet, viele helfende Hände und Köpfe waren zu seiner Verwirklichung nötig. Ihnen und dem faszinierenden Werdegang des Projekts ist auf 1.200 m2 eine Ausstellung in der Ruhr-Atoll-Halle auf der Werdener „Kulturmeile an der Ruhrtalstraße“ gewidmet. Hier wird auch Bauers Arbeit als Konzeptkünstler aus den letzten beiden Jahrzehnten zu sehen und zu erfahren sein − etwa die aus Beiträgen von fast 400 Künstlern bestehende, 40 x 4 m messende Installation „Grundsteinkiste“ aus dem Jahr 1994.
Die fünf Themen-Inseln und die Künstler:
„Projekt zur Erhaltung der natürlichen Ressourcen“
„Frosch und Teemeister – 2004-2010“
Kazuo Katase / Michael Wilkens (Baufrösche)
„Iceberg“
Andreas Kaiser / Lars Kindermann (Physiker)
„Ich kann, weil ich will, was ich muss“ (U-Boot)
Andreas M. Kaufmann / Hans U. Reck (Medienwissenschaftler)
LOCAL | GLOBAL
